Autofahren in Serbien: Praktische Tipps für Ihre Reise
Maut, Parkzonen, Tanken und Winterfahrten: Was Diaspora und Urlauber über das Autofahren in Serbien wissen sollten.

Für viele Menschen aus der Diaspora ist der Sommer in Serbien eine feste Tradition, und auch immer mehr Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz entdecken das Land. Wer zum ersten Mal oder nach längerer Zeit wieder selbst fährt, stellt schnell fest: Autofahren in Serbien ist nicht schwierig, hat aber seine Eigenheiten. Hier sind unsere praktischen Tipps zu Dokumenten, Autobahnmaut, Parken in Niš, Tanken und Fahren im Winter.
Autofahren in Serbien: Die wichtigsten Grundregeln
Die Verkehrsregeln ähneln denen in Mitteleuropa. Einige Punkte sollten Sie dennoch kennen:
Licht am Tag: Auch tagsüber muss mit Abblendlicht gefahren werden.
Anschnallpflicht: Für alle Insassen, auch auf den Rücksitzen.
Kinder: Kinder müssen in einem passenden Kindersitz gesichert werden. Bei uns können Sie Kindersitze dazubuchen.
Alkohol: Die Grenzen sind streng. Am sichersten ist es, wenn der Fahrer gar nicht trinkt.
Handy: Telefonieren am Steuer ist nur mit Freisprecheinrichtung erlaubt.
Tempolimits: Innerorts, außerorts und auf der Autobahn gelten unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten. Achten Sie auf die Beschilderung, es wird kontrolliert.
Welche Dokumente gehören ins Auto?
Haben Sie bei jeder Fahrt folgende Unterlagen dabei:
Ihren gültigen Führerschein,
Reisepass oder Personalausweis,
die Fahrzeugpapiere und den Mietvertrag, die Sie bei der Übergabe erhalten,
bei Auslandsfahrten die Grüne Karte.
Bei Polizeikontrollen werden diese Dokumente verlangt. Bewahren Sie sie am besten an einem festen Platz im Auto oder in Ihrer Tasche auf. Was Sie für die Anmietung selbst brauchen, lesen Sie in unserem Beitrag Mietwagen in Serbien – Voraussetzungen.
Autobahnmaut in Serbien
Auf den meisten serbischen Autobahnen wird Maut erhoben, etwa auf der Strecke zwischen Niš und Belgrad. Anders als in Österreich oder der Schweiz gibt es keine Vignette. Sie ziehen bei der Auffahrt ein Ticket und bezahlen an der Mautstelle bei der Ausfahrt, abhängig von der gefahrenen Strecke.
Bezahlen können Sie in der Regel in bar in Dinar und häufig auch mit Karte. Halten Sie trotzdem etwas Bargeld in Dinar bereit, das geht oft am schnellsten. Daneben gibt es elektronische Mautgeräte für Vielfahrer. Die genauen Tarife ändern sich gelegentlich, informieren Sie sich bei Bedarf über die aktuellen Preise.
Parken in Niš
Im Zentrum von Niš gilt ein Zonensystem für das Parken. Die Zonen sind farblich gekennzeichnet und unterscheiden sich in der erlaubten Parkdauer und im Preis. Je näher am Zentrum, desto kürzer die maximale Parkzeit.
So bezahlen Sie das Parken
Üblich ist die Bezahlung per SMS mit einer serbischen SIM-Karte. Dabei senden Sie Ihr Kennzeichen an die für die Zone angegebene Nummer. Alternativ gibt es Parktickets an Kiosken oder Automaten sowie Parkhäuser und bewachte Parkplätze. Wenn Sie keine serbische SIM-Karte haben, ist ein Parkhaus oft die einfachste Lösung.
Unser Tipp: Halten Sie sich an die Beschilderung und parken Sie nicht auf Gehwegen oder in Einfahrten, auch wenn Sie es bei anderen sehen. Falsch geparkte Autos können abgeschleppt werden.
Tanken in Serbien
Tankstellen gibt es entlang der Autobahnen und in allen Städten reichlich, viele davon sind rund um die Uhr geöffnet. In ländlichen Gebieten und in den Bergen werden sie seltener, dort sollten Sie rechtzeitig tanken. Ein paar Hinweise:
Achten Sie darauf, ob Ihr Mietwagen Benzin oder Diesel braucht. Fragen Sie im Zweifel bei der Übergabe nach.
Kartenzahlung ist an den meisten Tankstellen möglich.
Klären Sie bei der Anmietung, mit welchem Tankstand Sie das Auto zurückgeben sollen.
Fahren im Winter
Im Winter kann es in Serbien, besonders in den Bergen, kräftig schneien. Wer nach Kopaonik, Zlatibor oder auf die Stara Planina fährt, sollte gut vorbereitet sein:
In der Wintersaison gilt in Serbien eine Winterausrüstungspflicht. Informieren Sie sich über die genauen Vorgaben.
Für Bergstraßen können Schneeketten notwendig sein.
Fahren Sie vorausschauend, halten Sie größeren Abstand und planen Sie mehr Zeit ein.
Prüfen Sie vor der Abfahrt Wetter und Straßenzustand.
Fühlen Sie sich auf verschneiten Straßen unsicher, ist ein Transfer mit Fahrer zum Skigebiet eine entspannte Alternative.
Das richtige Auto für Serbien
Für die Stadt und kurze Wege reicht ein Kleinwagen wie der Škoda Fabia ab 20 € pro Tag. Für lange Autobahnfahrten und Komfort empfiehlt sich die Toyota Corolla ab 45 €, wer kein Schaltgetriebe fahren möchte, wählt die Automatikversion ab 55 €. Für Ausflüge in die Berge ist der Citroën C3 Aircross ab 35 € eine gute Wahl. Ideen für schöne Ziele finden Sie in unserem Beitrag Tagesausflüge ab Niš mit dem Auto.
Häufige Fragen
Brauche ich in Serbien eine Vignette?
Nein. In Serbien wird die Autobahnmaut streckenabhängig an Mautstellen bezahlt, nicht per Vignette.
Kann ich mit meinem deutschen Führerschein in Serbien fahren?
Für einen Mietwagen bei uns benötigen Sie einen gültigen Führerschein, den Sie seit mindestens 2 Jahren besitzen. Bei Fragen zu Ihrem konkreten Dokument melden Sie sich gerne vorab.
Wie bezahle ich das Parken in Niš ohne serbische SIM-Karte?
Nutzen Sie Parkhäuser, bewachte Parkplätze oder Parktickets, die an Kiosken erhältlich sind.
Fazit
Autofahren in Serbien ist mit etwas Vorbereitung entspannt und macht Spaß. Halten Sie Ihre Dokumente bereit, planen Sie Maut und Parken ein und seien Sie im Winter besonders vorsichtig. Ihr Auto holen Sie am besten gleich nach der Landung an unserem Büro am Flughafen Niš ab. Gute Fahrt und herzlich willkommen in Serbien!
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